Kunstköder

Blinker

 

Der Klassiker unter den Kunstködern. Seit Jahrzehnten unverändert und immer noch einer der besten Kunstköder, was das Spinnangeln am Meer betrifft. Unter bestimmten Umständen hat der Blechlöffel oftmals beim Wolfsbarschfischen die Nase weit vorn.


Ein echter Topköder bei nicht zu trübem Wasser. Langsam in der Strömung geführt oder schnell eingeholt wenn die Gezeiten zum Stillstand kommen. Lebhaft taumelnde Blinker in Heringsform haben schon so manchen Wolfsbarsch vehement zuschnappen lassen.


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Twister & Shads

sind die Köder der Wahl, wenn die Strömung im Gezeitenwechsel einsetzt. Das Gewicht der Jigköpfe sollte den Strömungsverhälnissen angepasst werden. Ist deren Gewicht zu schwer gewählt, schlägt unser Gummiköder wie ein Stein auf den Meeresboden und man riskiert eher den Verlust des Gummiköders.





Gefischt wird mit der Stömung; der Shad oder Twister wird weit stromauf geworfen. Hat er den Grund erreicht, haucht leichtes heben und senken der Rutenspitze diesen ein lebhaftes Taumeln ein. Die Farbwahl der Gummis hängt von der Laune der Fische ab: blau/perlmutt, hellblau/perlmutt, gelb/perlmutt oder flour grün/perlmutt. Hat man die richtige Farbkombination gefunden, fangen die Weichplastikköder auf der gesamten Linie.


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Bugtail-Jigs

Um Twister in ihrer Fängigkeit ein wenig zu steigern, eignen sich sogenannte  Bucktail-Jigs vortrefflich. An der niederländischen Kiste finden man diese Haarbüschel-Bleiköpfe in jeder Köderkiste der Wolfsbarschangler.

Ob vom Boot oder Ufer her, die Jig - Twister Kombination ist häufig der entscheidende Trumpf wenn mal gar nichts läuft und die schönsten Kunstköder von den Wolfsbarschen nicht beachtet werden.

Wobbler


Einer mit der variantenreichsten Kunstköder für unsere stachligen Freunde. Die Farb- und Formvariationen scheinen schier unendlich. Als auch die unterschiedlichsten Typen, nahe der Wasseroberfläche oder dem Gewässergrund; für alle erdenklichen Situationen hat der Tauchlippenträger ein Antwort parat.

Die Wackler mit dem Kick, sie punkten vor allem wenn die Gezeitenströmung zum Stillstand gekommen ist.


Torpedoartig geführt, schlagen die Anbisse der Salzwasserbarsche ein wie eine Bombe. Keine Angst, Wolfsbarsche schwimmen schneller als man den Wobbler einholen kann. Entsprechend den Witterungsverhältnissen kommen übertags, wenn die Sonne noch hoch am Himmel steht, tieftauchende Wobbler zum Einsatz. In den Morgen- und Abendstunden jagen die stacheligen Meeresräuber in den oberen Wasserschichten; flachlaufende Wackler finden dann ihre Abnehmer. Gut die Rollenbremse einstellen, sonst verabschieden sich die Wolfsbarsche mit einem lauten Knall der Vorfachschnur.

Old School

Schon Ende der 70er Jahre experimentierten einige Wolfsbarschfanatiker mit allerlei Sorten von Kunstködern, doch der Wobbler ließ alle anderen weit hinter sich. Bis heute hat er sich als der Wolfsbarsch-Kunstköder Nummer eins an den europäischen Küstengewässern gewackelt. Selbst im High-Tech-Jahrtausend haben die "old school" Wobbler ihren festen Platz in den Köderkisten der Wolfsbarschangler und fangen unter gewissen Umständen einfach besser.


Modern Style


High-Tech-Wobbler aus dem fernen Osten, detailgetreu und präzise verarbeitet, lassen die Tauchlippenträger schon mehr als kleine Kunstwerke erstrahlen.



Mit ausgeklügelten Weitwurfsystemen im Inneren lassen sich die im Verhältnis leichtgewichtigen Wobbler schnurgerade und sehr weit werfen. Auch das Laufverhalten unter Wasser beeindruckt nicht nur den Angler; auch die misstrauischen Wolfsbarsche fallen auf die nahezu perfekten Fischimitationen reihenweise herein.

Stickbaits & Popper


Schimmernde Stickbaits und Popper

Stickbaits, zu Deutsch "Stick = Stab", "Baits = Köder".

Auffällig ist die schlanke Form und die fehlende Tauchschaufel. Die Stickbaits gehören zur Familie der Jerkbaits. Aufgrund der fehlenden Tauchschaufel besitzt dieser Wobbler keine Eigenaktion, er wird erst mit kurzem Rucken der Spitze der Angelrute  zum Leben erweckt.
 

Popper, vom Englischen "to pop": Der Name des „Großmauls“ unter den Wobblern rührt von dem Pop-Geräusch her, welches er bei ruckartiger Führung mit der Rutenspitze erzeugt.


Formen der Oberflächen-Wobbler (schwimmende Stickbaits bzw. Popper),
von oben nach unten:

  1. Der klassische Stickbait (Zigarrenform)
  2. Der klassische Popper
  3. Der Slider auch Splashbait genannt
  4. Variation aus klassischem Stickbait und Splashbait, auch Walker genannt
  5. Eine weitere Variation aus klassischem Stickbait und Popper,
    auch Semipopper genannt, da er kein echter Popper ist.


Die Kopfformen der Oberflächen-Wobbler, von links nach rechts:

  1. Spitze Form beim klasischen Stickbait.
  2. Die große konkav geformte Mulde, womit der Popper sein Plop-Geräusch erzeugt.
  3. Die geneigte, platte Kopfform des Splashbait.
  4. Die kleine Mulde im unteren Bereich des Kopfes verspritzt Wasser während der typischen "walk the dog" action (mehr unter gut geführt) und bietet einen zusätzlichen Reiz gegenüber dem beutesuchenden Meeresräuber.
  5. Der Semipopper besitzt eine breitere Kopfpartie, wie der Walker mit kleiner Mulde. Aufgrund dieser Form zieht er bei entsprechender Führung eine Blasenspur durchs Wasser.


Sinkende Stickbaits

Gewichte im Inneren der Stickbaits lassen diese nicht nur abtauchen,
sie sorgen auch beim Wurf für eine lineare Flugbahn.


Stickbaits & Popper - gut geführt!

Short jerks: kurze Rutenschläge aus dem Handgelenk lassen Stickbaits (floating) und Popper schwimmend auf und ab wippen. Was beim Popper das berühmte Pop-Geräusch erzeugt. 

Die bekannteste Führung bzw. Aktion ist die „walk the dog action“ ('den Hund spazieren führen'). Mit kleinen Rucken der Rutenspitze (engl. twitch), ausgeführt aus dem Handgelenk, flitzen die Stickbaits nach rechts und links. Zwischen den Rucken sollte man eine Pause von 3 Sekundeneinlegen; oft werden die Stickbaits attackiert, wenn sie ruhig im Wasser liegen.

Durch hartes Schlagen mit der Rutenspitze (jerken) erzielt man eine „darting action“, wobei der Stickbait wie beim „walk the dog“ auch nach rechts und links ausbricht. Nur sind die zurückgelegten Wege des Stickbaits länger.


Das zitternde Abtauchen der sinkenden Stickbaits nennt man die „natural fall-action“. Dieses Zittern hat schon so manchen Räuber vehement zuschnappen lassen.

Das Video verdeutlicht nochmals die oben beschriebenen Führungs-
bzw. Laufverhalten der Oberflächen-Wobbler .
              

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